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Abfindungsrechner Deutschland

2026
Ihre Angaben
Abfindung nach Steuern (Fünftelregelung)
Abfindung Brutto25.000,00 €
Einkommensteuer (Fünftelregelung)-8.995,00 €
Solidaritätszuschlag-0,00 €
Abzüge gesamt-8.995,00 €
Netto-Abfindung (Auszahlung)16.005,00 €
Effektiver Steuersatz auf die Abfindung36.0%
Ersparnis gegenüber normaler Besteuerung822,67 €

Wichtig seit 2025

Seit 2025 muss Ihr Arbeitgeber die Lohnsteuer auf die volle Abfindung ohne diese Ermäßigung einbehalten. Die Ersparnis der Fünftelregelung erhalten Sie über Ihre Einkommensteuererklärung zurück.

Auf eine echte Abfindung fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an.

Fünftelregelung vs. normale Besteuerung
FünftelregelungNormale SteuerDifferenz
Einkommensteuer8.995,00 €9.816,00 €-821,00 €
Solidaritätszuschlag0,00 €1,67 €-1,67 €
Abzüge gesamt8.995,00 €9.817,67 €-822,67 €
Netto-Abfindung (Auszahlung)16.005,00 €15.182,33 €822,67 €
Häufig gestellte Fragen

Was ist die Fünftelregelung?

Die Fünftelregelung ist eine Steuerermäßigung für Abfindungen (§ 34 EStG). Das Finanzamt rechnet ein Fünftel der Abfindung zu Ihrem Einkommen hinzu und ermittelt die darauf entfallende Mehrsteuer. Diese Mehrsteuer wird mit fünf multipliziert. Da die deutschen Steuersätze mit dem Einkommen steigen, zahlen Sie so meist weniger Steuern, als wenn die gesamte Abfindung auf einmal besteuert würde.

Zahle ich Sozialversicherungsbeiträge auf meine Abfindung?

Nein. Eine echte Abfindung wegen des Verlusts Ihres Arbeitsplatzes ist kein Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung. Sie zahlen darauf keine Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- oder Pflegeversicherungsbeiträge. Es fallen nur Einkommensteuer, gegebenenfalls Solidaritätszuschlag und bei Kirchenmitgliedschaft Kirchensteuer an.

Warum hat mein Arbeitgeber mehr Steuer einbehalten, als der Rechner zeigt?

Seit Januar 2025 dürfen Arbeitgeber die Fünftelregelung nicht mehr im Lohnsteuerabzug anwenden. Ihr Arbeitgeber behält die Lohnsteuer auf die volle Abfindung ein. Um die Ersparnis zu erhalten, müssen Sie eine Einkommensteuererklärung abgeben. Das Finanzamt wendet die Fünftelregelung dann in der Veranlagung an und erstattet die Differenz.

Bekommt jeder die Fünftelregelung?

Nein. Die Abfindung muss zusammengeballt zufließen. Vereinfacht gesagt sollte sie in einem Steuerjahr gezahlt werden, und Ihre Einkünfte in diesem Jahr einschließlich Abfindung sollten höher sein als das, was Sie bei Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses verdient hätten. Wird die Zahlung auf zwei Jahre verteilt, entfällt die Ermäßigung in der Regel.

Wann bringt die Fünftelregelung wenig oder nichts?

Wenn Ihr übriges Einkommen bereits hoch ist — über etwa 70.000 € zu versteuerndem Einkommen — liegen Sie in der konstanten 42-Prozent-Zone. Dann wird ein Fünftel der Abfindung mit demselben Satz besteuert wie der Gesamtbetrag, und die Regel spart wenig oder nichts. Am meisten hilft sie, wenn Ihr Einkommen im Abfindungsjahr niedrig ist.

Kann ich die Kirchensteuer auf meine Abfindung senken?

Häufig ja. Viele Kirchensteuerämter erlassen auf schriftlichen Antrag bis zur Hälfte der Kirchensteuer auf eine Abfindung, nachdem der Steuerbescheid vorliegt. Es handelt sich um eine Billigkeitsentscheidung, nicht um einen Rechtsanspruch — das Ergebnis hängt von Kirche und Bundesland ab.

Hinweis: Diese Berechnungen sind Schätzungen basierend auf den deutschen Steuerregeln 2025 und stellen keine professionelle Steuerberatung dar. Konsultieren Sie einen Steuerberater für Ihre individuelle Situation.

Abfindung und Steuern in Deutschland verstehen

Wie die Fünftelregelung funktioniert, was sich 2025 geändert hat und wie Sie mehr von Ihrer Abfindung behalten

Was zählt als Abfindung?

Eine Abfindung ist Geld, das Ihr Arbeitgeber zahlt, weil Sie Ihren Arbeitsplatz verlieren. Sie gleicht den Wegfall künftiger Verdienstmöglichkeiten aus. Steuerlich ist sie eine Entschädigung (§ 24 Nr. 1 EStG) und zählt zu den außerordentlichen Einkünften. Rückständiger Lohn, Urlaubsabgeltung oder ein offener Bonus sind keine echte Abfindung — sie sind normaler Arbeitslohn und werden entsprechend versteuert und verbeitragt.

Wie funktioniert die Fünftelregelung?

Das Finanzamt berechnet Ihre Einkommensteuer zweimal: einmal auf Ihr normales Einkommen und einmal auf Ihr Einkommen plus ein Fünftel der Abfindung. Die Differenz wird mit fünf multipliziert — das ist die Steuer auf die gesamte Abfindung (§ 34 EStG). Da die deutschen Steuersätze mit dem Einkommen steigen, bleibt so mehr von der Abfindung in niedrigeren Tarifzonen. Beispiel: Bei 40.000 € Einkommen kostet eine Abfindung von 50.000 € mit der Regel etwa 16.695 € Einkommensteuer, ohne die Regel etwa 19.455 €.

Was hat sich 2025 geändert?

Bis Ende 2024 konnte Ihr Arbeitgeber die Fünftelregelung direkt im Lohnsteuerabzug anwenden, sodass sofort weniger Steuer einbehalten wurde. Das Wachstumschancengesetz hat dies zum 1. Januar 2025 abgeschafft. Ihr Arbeitgeber muss die Lohnsteuer nun auf die volle Abfindung ohne Ermäßigung einbehalten. Sie erhalten die Fünftelregelung über Ihre Einkommensteuererklärung — das Finanzamt wendet sie in der Veranlagung an und erstattet die Differenz. Die Ermäßigung selbst wurde nicht gekürzt, nur der Zeitpunkt hat sich geändert.

Was bedeutet Zusammenballung?

Die Fünftelregelung gilt nur, wenn die Abfindung zusammengeballt in einem Steuerjahr zufließt. Ihre Gesamteinkünfte in diesem Jahr einschließlich Abfindung müssen höher sein als das, was Sie bei Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses verdient hätten. Wird die Abfindung auf zwei Steuerjahre verteilt, entfällt die Ermäßigung in der Regel komplett. Wenn Sie den Auszahlungszeitpunkt beeinflussen können, bringt die Auszahlung in einem Jahr mit geringem sonstigen Einkommen die größte Ersparnis.

Fallen Sozialversicherungsbeiträge auf eine Abfindung an?

Nein. Eine echte Abfindung wegen Verlust des Arbeitsplatzes ist kein Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung (§ 14 SGB IV). Das Bundessozialgericht hat dies 1990 bestätigt. Es fallen keine Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- oder Pflegebeiträge an. Zwei Ausnahmen: Zahlungen, die eigentlich rückständiger Lohn sind, bleiben beitragspflichtig, und freiwillig gesetzlich Versicherte können auf einen Teil der Abfindung Krankenkassenbeiträge zahlen müssen.

Wie können Sie die Steuer auf eine Abfindung senken?

Drei gängige Wege. Erstens der Zeitpunkt: Verschieben Sie die Auszahlung in ein Jahr mit geringem sonstigen Einkommen, etwa in den Januar nach dem Ausscheiden. Zweitens Altersvorsorge: Ein Teil der Abfindung kann in eine betriebliche Altersversorgung oder einen Basisrenten-Vertrag (Rürup) fließen und senkt so das zu versteuernde Einkommen. Drittens Kirchensteuer: Viele Kirchen erlassen auf Antrag bis zur Hälfte der Kirchensteuer auf eine Abfindung. Ein Steuerberater prüft, welche Optionen zu Ihnen passen.

Bundesfinanzministerium: Basierend auf dem Einkommensteuertarif 2026 (§ 32a EStG) und der Fünftelregelung (§ 34 EStG). Dies ist eine vereinfachte Schätzung der Jahresveranlagung, nicht des Lohnsteuerabzugs. Für eine persönliche Beratung wenden Sie sich an einen qualifizierten Steuerberater.

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Disclaimer: Dieser Rechner liefert Schätzungen auf Grundlage der aktuellen Steuersätze und Freibeträge für das Steuerjahr 2026. Er stellt keine professionelle steuerliche, finanzielle oder rechtliche Beratung dar. Ihre tatsächliche Steuerlast kann je nach individueller Situation abweichen. Wenden Sie sich stets an einen qualifizierten Steuerberater, bevor Sie finanzielle Entscheidungen treffen. Nutzungsbedingungen lesen